Influencer-Marketing: Vorteile und Risiken

Influencer haben einen enormen Einfluss auf unser Konsumverhalten. Mit ihren Beiträgen erreichen sie viele Menschen, denen sie Vorbild und Idol sind. Und sie erfreuen sich einer großen Glaubwürdigkeit. Viele Unternehmen profitieren inzwischen von der immensen Reichweite vieler Influencer, die auf den verschiedensten Plattformen wie YouTube, Facebook, Instagram und Co, aber auch als Blogger aktiv sind. Aber was macht das Influencer-Marketing so interessant? Und worin liegen die Vorteile, aber auch eventuelle Risiken für Unternehmen?

Influencer als Multiplikatoren

Influencer sind extrem reichweitenstark und sorgen so dafür, dass über ein Produkt oder über eine Marke geredet wird, ganz nach dem Prinzip der Mundpropaganda. Aus einigen Followern, Kommentaren und Likes werden so immer mehr – im Deutschen wird das Influencer-Marketing daher auch Multiplikatoren-Marketing genannt.

Das Marketing mittels Influencern ist ein mächtiges Werkzeug und beeinflusst wie kaum eine andere Strategie das Kaufverhalten der potenziellen Kunden. Die oftmals sehr jungen Influencer berichten beispielweise über Alltagssituationen oder Politik, aber thematisieren auch ganz gezielt bestimmte Produkte. Unternehmen bedienen sich der Influencer mittels bezahlter Produktplazierungen. Der Vorteil: Die Influencer sind Vorbilder, sie sind glaubwürdig – und sie sind Meinungsmacher. Die Zuschauer vertrauen ihren Aussagen und lassen sich von diesen beeinflussen.

Welche Vorteile haben Unternehmen durch Influencer?

Der größte Vorteil für Unternehmen besteht darin, dass Influencer eine deutlich höhere Reichweite erzielen, als dies mit herkömmlichen Werbemaßnahmen möglich ist. Inzwischen lassen sich etwa 74 Prozent der Verbraucher durch den Einfluss von Influencern zum Kauf überzeugen. Die Influencer fungieren darüber hinaus als Markenbotschafter, die neue Kundenstämme ansprechen können. Viele von ihnen sind zu wirklichen Stars in den sozialen Medien avanciert. Sie werden von ihren Zuschauern als Vorbilder angesehen. Außerdem sind sie Vertrauenspersonen, mit denen sich die Konsumenten identifizieren und können so relativ leicht neue Trends setzen.

Als neuer Trend können so genannte Micro-Influencer gelten, die nur vergleichsweise wenige Follower haben und dafür eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen. Die Reaktionen dieser „spezialisierten“ Zielgruppe sind aber vergleichsweise stark ausgeprägt. Die Micro-Influencer gelten als Experten in ihrem Bereich, was ihnen eine hohe Glaubwürdigkeit verleiht. Außerdem sind Micro-Influencer deutlich günstiger für Unternehmen als große Influencer mit sehr vielen Followern.

Ferner machen Influencer ein Produkt erlebbar. Die potenziellen Kunden sehen es bereits im Gebrauch und werden von den Aussagen des Influencers beeinflusst. Eine weitere Möglichkeit von Influencern ist es, negativen Produktbewertungen entgegenzuwirken. Durch Produkttests können sie die Meinungen der Kunden ändern und negative Beiträge zum Produkt entkräften.

Welche Risiken können beim Influencer-Marketing entstehen?

Das einzige Risiko, das Unternehmen in der Zusammenarbeit mit Influencern entstehen kann, ist dem Umstand geschuldet, dass die meisten von ihnen sich eine gewisse Unabhängigkeit bewahren wollen und ihre Bewertungen nicht immer erwartungsgemäß  ausfallen. So können sie durchaus ehrliche Auskünfte über ein Produkt geben, um ihre Glaubwürdigkeit zu wahren – mitunter kommt es so also zu einer nicht durchweg positiven Produktbeurteilung. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass Influencer und Produkt gut zueinander passen. Der Influencer sollte sich mit dem Produkt identifizieren und seine (echte) Begeisterung dafür an die Follower weitergeben. Das wichtigste bleibt also die Glaubwürdigkeit des Influencers, die auf Authentizität und einer echten Identifikation mit dem Produkt beruht.
Eine wirklich interessante (und auch durchaus kritische) Doku zum Thema Influencer könnt Ihr Euch hier anschauen:

 

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